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Bolivienpartnerschaft erhält neue Basis

Foto: BDKJ
Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Diözesanversammlung des BDKJ in Trier.

Bolivienpartnerschaft erhält neue Basis

Von: red | 17. Juli 2022
Koblenz/Saarbrücken/Trier: Die Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier hat schweren Herzens das Ende der Kleidersammlung beschlossen.

Nach mehr als 60 Jahren wird die Bolivienpartnerschaft auf ein neues Fundament gestellt. Das ist eines der Ergebnisse der BDKJ-Diözesanversammlung, bei der sich die rund 50 Teilnehmenden inhaltlich mit der Zukunft der Bolivienpartnerschaft und der eng damit verbundenen Kleidersammlung auseinandersetzten (der „Paulinus“ berichtete).

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine- Kriegs wurden außerdem die friedenspolitischen Positionen des BDKJ auf den Prüfstand gestellt. Auch das über die letzten Jahre erarbeitete „Institutionelle Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt“ wurde verabschiedet, ebenso ein Antrag zur Flüchtlingspolitik.

Sehr emotional verlief die Diskussion über das Ende der bisherigen Aktionen zur Unterstützung der Bolivienpartnerschaft. Im Vordergrund stand die Frage nach der  traditionsreichen Bolivienkleidersammlung. Ein Ausschuss, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Verbände sowie den Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral und dem BDKJ-Vorstand, hatte sich zuvor ein Jahr lang intensiv mit den Möglichkeiten zur Fortführung der bisherigen Solidaritätsaktionen beschäftigt. Kooperationspartnerinnen und -partner der Aktion standen dem Ausschuss beratend zur Seite.

Nach vielen Stunden der Prüfung, Überlegungen und des Ringens miteinander fiel die schwerwiegende Entscheidung: Die gewohnten Formen können nicht länger fortgeführt werden. Vielmehr brauche es neue, zukunftsfähige Formen der Partnerschaft und deren Finanzierung.

Neben den pandemiebedingten Einschränkungen seien die Entwicklung auf dem Altkleidermarkt, die Kleiderqualität und die personelle Situation in Haupt- und Ehrenamt für die Beendigung der Boliviensammlung ausschlaggebend gewesen, erklärte BDKJ- Vorsitzende Lena Kettel. „In dem Gesamtkonstrukt ist es nicht eine Säule, die gerade etwas bröckelt, sondern das gesamte Fundament der Kleidersammlung bricht weg“, ergänzte Diözesanseelsorgerin Sarah Henschke.

Während somit das Aus für die Bolivien-Kleidersammlung gekommen ist, wird noch nach einer Lösung für die Kleidercontainer im saarländischen Teil des Bistums gesucht. Bis Ende 2022 stehen diese auf jeden Fall noch zur Verfügung, versicherte Diözesanvorstand Matthias Becker im Gespräch mit dem „Paulinus“.

Nachdrücklich betonte Becker in der Versammlung, „die heute gefällte Entscheidung entbindet uns nicht von der Verantwortung gegenüber der Stiftung und den Partnerinnen und Partnern in Bolivien“. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden und finanzielle Mittel für die Partnerschaft zu erwirtschaften, soll ein „Bolivienfreundschaftstag“ ins Leben gerufen werden. Vor einiger Zeit sei diese Aktion erfolgreich gewesen, durch die verstärkt Platz einnehmende Sammlung dann aber zeitweise in den Hintergrund gerückt.

Zum Ende der Versammlung fassten die Teilnehmenden auch noch einen positiven Beschluss: Vom 18. bis 21. April 2024 soll wieder eine 72-Stunden-Aktion stattfinden. Bei der bundesweiten Aktion von jungen Menschen steht der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für andere und mit anderen im Mittelpunkt.




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