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Impuls zur Vermietung

Foto: Caritas
Stephanie Weiland leitet das Projekt „Türöffner“.

Impuls zur Vermietung

Von: car | 31. Oktober 2021
Kleinblittersdorf/Saarbrücken: Ein Kirchgang von Monika Dieudonné ist der Türöffner zu einer Wohnung für eine junge Frau aus Syrien geworden.

Es ist manchmal eine Reihe von Zufällen, die einem ganz neue Wege zeigen. So erging es etwa Monika Dieudonné (57) aus Kleinblittersdorf. Die Mutter von neun Pflegekindern, mit aktuell zwei Pflegekindern im Haushalt, ist kirchlich sehr engagiert. In diesem Kontext wurde sie auch zur Adventszeit 2020 gefragt, ob Sie die Leitung einiger Meditationsimpulse in der Kirche übernehmen möchte. Sie war sehr angetan von dieser Idee, und bereitete zu „Macht hoch die Tür – die Tor macht weit“ impulsgebende Denkanstöße vor. Dabei ging es um verschlossene Türen, geheime Türen, Türen, die einen neuen Weg zeigen.

In der Kirche stieß sie nach der Meditation auf den Aushang „Türöffner – Gutes tun und Wohnraum vermieten“. Der Türöffner ist eine vom Caritasverband Saarbrücken initiierte Wohnraumoffensive, die Menschen mit geringem Einkommen helfen soll, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Caritas bringt Wohnraumbietende und Wohnraumsuchende zusammen. Bei den potentiellen Mietern handelt es sich um Klienten, die bereits längerfristig durch die Mitarbeiter des Caritasverbandes betreut werden.

Das konnte kein Zufall sein. Dieudonné war überzeugt, es geht nicht nur ums meditieren und singen, sondern auch darum, eine echte Verbindung zu schaffen zwischen den Denkanstößen und der Nachfrage nach Wohnraum. Ohne lange zu überlegen, rief sie beim Caritasverband Saarbrücken an und meldete, dass Sie mit der Vermietung einer erst kürzlich freigewordenen Erdgeschosswohnung Menschen helfen möchte, die auf dem normalen Wohnungsmarkt eher schwer Zugang finden.

Zuletzt bewohnte ein Pflegesohn die Wohnung

Dabei hat die Erdgeschosswohnung durchaus große symbolische Bedeutung für Dieudonné: Bereits in früheren Jahren wurde die Wohnung vielseitig genutzt: Erst haben die Großeltern darin gelebt, danach sie selbst als Jugendliche, später zwei Kolumbianer, die der hilfsbedürftigen Mutter durch ein Hilfsprojekt den Alltag erleichterten. Zuletzt bewohnte der Pflegesohn die Wohnung. Fast zeitgleich fiel der Auszug des Sohnes mit dem Türöffner-Aushang zusammen, und so kam das eine zum anderen.

Die Frau aus Kleinblittersdorf freute sich, dass sie nach der Renovierung, die sich für sie erst einmal monetär nicht rechnen wird, die neue Mieterin in Empfang nehmen konnte. Die Chemie hatte direkt gestimmt zwischen der jungen Sy­re­rin und ihr, einer sehr kulturinteressierten und aufgeschlossenen Frau.

Dieudonné hat ein gutes Gefühl: Einem Menschen ein bezahlbares Obdach zu bieten, hiermit einem Menschen helfen zu können, das tut ihr selbst gut. Ihre Devise ist „Ich möchte integrieren!“, betonte Dieudonné.




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