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Neuanfänge beim ZdK

Foto: alle KNA
Mit stehenden Ovationen verabschiedete das Zentralkomitee der deutschen Katholiken seinen bisherigen Präsidenten Dr. Thomas Sternberg (sitzend). Sternberg trat nicht mehr zur Wahl an.

Neuanfänge beim ZdK

Von: Christoph Scholz und Joachim Heinz | 28. November 2021
Dr. Irme Stetter-Karp steht als neue Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) vor großen Aufgaben.

Neue ZdK-Präsidentin: die Sozialwissenschaftlerin Dr. Irme Stetter-Karp.
Neue ZdK-Präsidentin: die Sozialwissenschaftlerin Dr. Irme Stetter-Karp.
Der Synodale Weg, der Missbrauchsskandal, die Ampelkoalition. An Themen für die neue ZdK-Spitze fehlt es nicht – und dann kommt die Corona-Pandemie hinzu. Für deutliche Kritik sorgte die drangvolle Enge am Konferenzort in Berlin.

„Ich sehe die Kirche in einer Krise“: Auf ihrer ersten Pressekonferenz als frisch gewählte ZdK-Präsidentin unternahm Irme Stetter-Karp am 19. November in Berlin gar nicht erst den Versuch, die Lage schön zu reden. Die 65-jährige Sozialwissenschaftlerin schob aber hinterher, sie glaube daran, dass es dennoch Möglichkeiten gebe, Vertrauen für die Kirche zurückzugewinnen, sofern die Bereitschaft zur Veränderung bei allen Beteiligten vorhanden sei. Vielleicht braucht es dieses Gottvertrauen, um in turbulenten Zeiten die Leitung des höchsten repräsentativen Gremiums der katholischen Laien zu übernehmen.

Neuanfänge prägten die am 20. November zu Ende gegangene Vollversammlung des ZdK. In der rund 150-jährigen Geschichte ist Stetter-Karp nach der früheren saarländischen Ministerin Rita Waschbüsch (CDU), die das ZdK von 1988 bis 1997 repräsentierte, erst die zweite Frau an der Spitze.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes und eine der Moderatorinnen des katholischen Reformprojekts Synodaler Weg konnte 149 Stimmen auf sich vereinen. Für ihren Gegenkandidaten, den Theologen und Unternehmensberater Ulrich Hemel, votierten 41 Delegierte.

Birgit Mock (51), Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes, die Journalistin Claudia Nothelle (57) und der Theologe Thomas Söding (65) werden sich als Stellvertreter ebenfalls einarbeiten müssen. Nur der Bankkaufmann Wolfgang Klose (57) gehörte auch dem alten Präsidium an.

Der scheidende Präsident Dr. Thomas Sternberg, der nach sechs Jahren nicht mehr zur Wahl antrat, zog eine nachdenkliche Bilanz. Nicht zuletzt mit Blick auf die Corona-Pandemie konstatierte er einen „weitgehenden öffentlichen Ausfall der Frage nach dem Trost des Glaubens“. Das bewege ihn zum Abschied noch mehr als die „recht schwache Wahrnehmung unserer politischen Positionierungen und Debattenbeiträge“.

Angesichts der humanitären Lage an der belarussischen Grenze zu Polen forderte der scheidende ZdK-Präsident ein zukunftsfähiges europäisches Asylsystem. „Die eklatanten Folgen mangelnder europäischer Abstimmungen zeigen sich gerade auf erschütternde Weise an der Grenze zwischen Belarus und der Europäischen Union“, sagte Sternberg in Berlin.

Das Zdk zieht von Bonn nach Berlin um

Die politische Präsenz des Katholikenkomitees zu schärfen – diese Hoffnung verbindet sich mit dem in wenigen Wochen bevorstehenden Umzug des ZdK-Generalsekretariates von Bonn nach Berlin. Ab Januar werden rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Räume der ehemaligen Katholischen Theresienschule im Ostberliner Bezirk Prenzlauer Berg beziehen.






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