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Deutsche Bischöfe fassen wieder Tritt

Foto: Harald Oppitz/KNA
Kardinal Reinhard Marx, Bischof Franz-Josef Overbeck und Bischof Georg Bätzing (von links) am 20. Februar bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Deutsche Bischöfe fassen wieder Tritt

Von: Ludwig Ring-Eifel | 4. Februar 2024
Ein Mahnbrief aus Rom sorgte beim Treffen der Bischöfe für Spannung. Die Abstimmung über ein Gremium von Bischöfen und Laien wurde ausgesetzt. Doch die Versammlung wurde letztlich mit breitem Konsens geführt.

Die Zeichen  standen auf Sturm, als die 64 Mitglieder der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am 19. Februar in Augsburg zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammenkamen. Eine Art schriftliche Abmahnung aus Rom lag vor (der „Paulinus“ berichtete). Unterzeichnet war sie von den Kurienchefs im Kardinalsrang, die im Vatikan für allgemeine Kirchenpolitik, für Fragen der katholischen Lehre und für die Disziplin der Bischöfe zuständig sind. Auch der für Reformen aufgeschlossene neue Chefdogmatiker des Papstes, Kardinal Victor Fernandez, gehörte dazu.

Verbindlich im Ton, aber unmissverständlich forderten sie den Vorsitzenden der Konferenz, den Limburger Bischof Georg Bätzing, auf, eine entscheidende Abstimmung von der Tagesordnung zu nehmen: Die deutschen Bischöfe sollten nicht die Satzung des neuen Gremiums der Kirche in Deutschland genehmigen, das im November von Laien und Bischöfen gemeinsam gegründet worden war.

Zwar war nicht einmal klar, ob die Satzung überhaupt die erforderliche Zweidrittelmehrheit gefunden hätte. Doch zur Nagelprobe kam es nicht. Mit einem klaren Bekenntnis zur Einheit mit Rom nahm Bätzing die Abstimmung von der Tagesordnung. Stattdessen debattierten die Bischöfe darüber, wie es nach dem Bremssignal aus Rom weitergehen kann mit anderen Beratungswegen innerhalb der Kirche.
Am Ende der Beratungen, die nach Angaben von Teilnehmern zunächst „holprig“, dann aber mit breitem Konsens geführt wurden, stand eine Bischofskonferenz, die sich weder als Befehlsempfänger Roms noch als Getriebene des Zentralkomitees der deutschen Katholiken geriert. Man werde in Rom und mit den Vertretern des ZdK Gespräche führen, um Wege zu finden, wie die Reformbestrebungen in der Kirche zusammengeführt werden können, erklärte Bätzing.

Bislang hatte es so ausgesehen, als seien die weltkirchliche Öffnungs-Initiative des Papstes, die sogenannte Weltsynode in Rom, und der Synodale Weg der Deutschen zwei Züge, die bestenfalls auf parallelen Gleisen fuhren. Manche sahen sie sogar in einem unheilvollen Konfrontationskurs, der zur Kirchenspaltung geführt hätte. Es war der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, der in einem Interview kurz vor Beginn der Augsburger Beratungen noch einmal dieses Drohwort in den Mund nahm.



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