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Trauer nach Unglück und Todesfahrt

Foto: KNA
Regionalbischof Christian Kopp (links) Kardinal Reinhard Marx beim ökumenischen Gottesdienst für die Opfer des Zugunglücks in Bayern.

Trauer nach Unglück und Todesfahrt

Von: KNA | 19. Juni 2022
In einem ökumenischen Trauergottesdienst ist der Opfer des Zugunglücks in Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen gedacht worden. In Berlin fand ein Gedenkgottesdienst nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Nähe des Ku’damms statt. 

An die 300 Menschen waren am 11. Juni im Gedenken an das Zugunglück in die Kirche Maria Himmelfahrt gekommen, unter ihnen auch Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Neben Hinterbliebenen und Überlebenden nahmen viele Rettungs- und Hilfskräfte sowie weiteren Gläubige daran teil.

Am 3. Juni war gegen 12.15 Uhr auf der Bahnstrecke Garmisch-Partenkirchen-Oberau auf der Höhe von Burgrain ein Zug entgleist. Dabei stürzten drei Waggons um. Fünf Menschen kamen ums Leben. Fast 70 Menschen wurden verletzt.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sagte, als er von dem Unglück hörte, sei er „tief erschrocken“ und bestürzt gewesen. Natürlich wisse man, dass das Leben endlich sei, aber wenn es so „brutal“ einschlage, bleibe die Frage nach dem Warum. „Eine Antwort darauf werden wir nicht geben können“, räumte Marx ein. Aber als Hoffnung bleibe, sich auf den Weg einzulassen, den Jesus gewiesen habe: „Wir stehen mit leeren Händen vor Gott, aber er erwartet uns mit seiner ganzen Fülle.“

Aus heiterem Himmel könne einen das Leben richtig schrecklich erwischen und so etwas Sicheres wie ein Zug entgleisen, sagte der evangelische Münchner Regionalbischof Christian Kopp in seiner Ansprache. Auf einmal sei die Welt eine andere. Ein 14-jähriger Junge werde nicht mehr erwachsen werden; zwei junge ukrainische Frauen, dem Krieg entflohen, seien ebenfalls gestorben und ihre Kinder zu Halbwaisen geworden. Eine 51-jährige Frau aus Wiesbaden, eine 70-jährige Frau aus dem Münchner Landkreis – alles abgerissene Leben, die große Lücken in den Familien hinterließen.

Berlin: Klassenfahrt endet in Alptraum

In Berlin fuhr am 8. Juni ein Auto in der Nähe des Ku’damms in eine Menschengruppe auf einem Gehweg. Dabei wurde eine Lehrerin aus dem nordhessischen Bad Arolsen getötet, die mit Schülern auf einer Klassenfahrt in Berlin war.

Wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Abgeordnetenhaus angab, wurden 29 Menschen körperlich verletzt. Unter ihnen seien 14 Schülerinnen und Schüler, von denen sieben stationär behandelt würden. Ein Lehrer der Klasse sei schwer verletzt, zudem gebe es weitere 14 teilweise lebensbedrohlich Verletzte.

Auch der Fahrer – laut Polizei ein 29 Jahre alter Berliner mit armenischen Wurzeln – wurde in einem Krankenhaus behandelt und vernommen.

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker äußerte sich bestürzt. „Die jungen Menschen, die von dem Fahrzeug erfasst wurden, stammen aus dem Erzbistum Paderborn“, erklärte er. „Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen, insbesondere bei der Familie des Todesopfers.“

Am Abend des 8. Juni gedachten in einem Gottesdienst Berlinerinnen und Berliner der Opfer. Daran wirkten die evangelische Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein und der Generalvikar des Erzbistums Berlin, Pater Manfred Kollig, mit. Sie dankten Polizei und Feuerwehr sowie den Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern, die in der Gedächtniskirche den Tag über rund 100 Betroffene und weitere Hilfesuchende betreut hatten.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach auf Twitter von einer „grausamen Amoktat“, die ihn tief betroffen mache. „Die Reise einer hessischen Schulklasse nach Berlin endet im Alptraum“, erklärte Scholz.

Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey (SPD), sagte am 9. Juni, die Hinweise hätten sich verdichtet: Seit dem Abend gebe es anhand der Ermittlungen „Klarheit darüber, dass es sich um eine Amoktat eines psychisch schwer beeinträchtigten Menschen handelt“. Weitere Zusammenhänge, unter welchen Einflüssen der 29-Jährige stand, würden untersucht. „Er ist ja sofort in Gewahrsam genommen worden; und es wird auch versucht, mithilfe eines Sprachmittlers noch mehr aus den teilweise auch wirren Äußerungen, die er tätigt, auch herauszufinden“, sagte Giffey.



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