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Blick nach Lateinamerika

Foto: Adveniat/ P. Crooker
Das Krankenhausschiff „Esperanza“, (Hoffnung), ist im bolivianischen Amazonasgebiet unterwegs. Die Kirche kommt so mit Unterstützung von Adveniat an Orte, wo es keine Krankenhäuser, Ärzte oder Gesundheitsstationen gibt.

Blick nach Lateinamerika

Von: Simone Bastreri | 20. November 2022
Adveniat eröffnet seine bundesweite Weihnachtsaktion in diesem Jahr in Trier. Das Motto „Gesundsein fördern“ nimmt auch  Bolivien, das Land der Trierer Partnerkirche, in den Blick.

Unter dem Motto „Gesundsein fördern“ startet das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat am ersten Advent, 27. November, im Bistum Trier die bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche. Zur Eröffnungsfeier hat Bischof Dr. Stephan Ackermann das Hilfswerk und zahlreiche Projektpartner in den Trierer Dom und die ehemalige Reichsabtei Sankt Maximin eingeladen. Zu Gast sein werden auch viele engagierte Menschen aus dem Partnerland des Bistums: Bolivien, das neben Guatemala Beispielland der Weihnachtsaktion ist.

Der Eröffnungsgottesdienst um zehn Uhr im Dom wird zugleich Start vieler Initiativen und Veranstaltungen zur Adveniat-Weihnachtsaktion in den Pfarreien und Einrichtungen nicht nur im Bistum Trier sein.

Lateinamerika befindet sich in einer dramatischen humanitären Krise. Die Folgen des Ukraine-Kriegs führen zu existentiellen Bedrohungen. Die Armen, deren Situation sich schon durch die Corona-Pandemie verschlechtert hatte, leiden unter sprunghaft gestiegenen Lebenshaltungskosten und fehlender Gesundheitsversorgung. Hier setzt die konkrete Hilfe Adveniats an. 

Wie wichtig Gesundheit und ein funktionierendes Gesundheitssystem sind, konnten die Menschen weltweit besonders durch die Corona-Pandemie am eigenen Leib erfahren, schreiben Bischof Ackermann und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat, in ihrer Einladung.

In Lateinamerika hätten viele Menschen keinen Zugang zu Medikamenten oder ärztlicher Versorgung. Während die Situation der Armen sich durch die Pandemie schon verschlechtert hatte, erreicht sie durch die Folgen des Ukraine-Kriegs das Ausmaß einer humanitären Krise. Adveniat setze sich mit seinen Partnerinnen und Partnern vor Ort dafür ein, dass sich die Situation verbessere. „Die Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig die Arbeit der Kirche dort ist, wo sich Seelsorge und der Einsatz für die Gesundheit der Kindern, Frauen und Männer verbinden“, betont Ackermann.

Gäste, die von ihrer Arbeit berichten, sind unter anderen die beiden bolivianischen Bischöfe Eugenio Coter (Amazonasgebiet) und Pascual Limachi (Patacamaya), die Ärztin Rosmery Gross aus Santa Cruz, die im ärmsten Krankenhaus der Stadt für die Gesundheit der Bedürftigen kämpft, Schwester Geanni Ramos aus Guatemala, die in der Kleinkindpastoral arbeitet, Gesundheitsfachkraft Wilma Cárdenas aus Potosi (Bolivien), die sich in einem Zentrum für Straßenkinder einsetzt, und der ehemalige Adveniat-Geschäftsführer Steyler-Pater Michael Heinz, der nun wieder als Pfarrer in Bolivien arbeitet. Alle Termine sind unter der Adresse https://t1p.de/adveniat-termine zu finden.

Die Diözesanstelle Weltkirche führt am 25. November eine Podiumsdiskussion durch, bei der Expertinnen und Experten aus Deutschland und aus Lateinamerika sich austauschen, wie Kirche und Gesellschaft mehr Verantwortung für die Gesundheit der Menschen übernehmen können. Zum  Podium gehören neben den Adveniat-Gästen auch Tropenmediziner Prof. August Stich, der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Gesundheitsausschusses, Josef Winkler MdL, der Hausobere der Barmherzigen Brüder Trier, Markus Leineweber, und Jesuitenpater Dr. Martin Maier, Geschäftsführer von Adveniat.

Pfarreien und Einrichtungen im Bistum sind zudem eingeladen, das Thema der Weihnachtsaktion durch eigene Aktionen weiterzutragen. Katharina Nilles von der Diözesanstelle Weltkirche gibt Tipps, wie man kreativ werden kann: „Lebendige Adventskalender sind in vielen Gemeinden Tradition. Dabei werden reihum adventliche Treffen mit Nachbarn, Freunden, Schulfreunden der Kinder und anderen gestaltet. Unser Vorschlag ist, dafür auch Orte der Gesundheitssorge als ‚Türchen‘ zu gewinnen. Von Apotheken, Arztpraxen, Sozialstationen oder Walking-Treffpunkten kann alles dabei sein und dort werden Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die sich tagtäglich um unsere Gesundheit sorgen.“

Auch eine Aktionskerze für Gruppen, Familien oder Einrichtungen kann bei der Diözesanstelle  bestellt und im Eröffnungsgottesdienst entgegengenommen und entzündet werden. „Schön wäre es, wenn die großen oder kleinen Kerzen vielleicht zu Krankenbesuchen oder in Senioreneinrichtungen mitgenommen werden oder als persönliche Begleiter durch den Advent dienen“, sagt Nilles.




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