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„Wir stehen zusammen“

Foto: imago images
In Altenburg sprechen die Bundeskanzlerin (rechts) und die Ministerpräsidentin (links daneben) mit einem 97-jährigen Anwohner (links).

„Wir stehen zusammen“

Von: KNA | 12. September 2021
Im Zeichen der Opfer der Flutkatastrophe an der Ahr haben ein rheinland-pfälzischer Staatsakt am Nürburgring und ein Besuch in Altenahr gestanden. Gäste von Ministerpräsidentin Dreyer waren unter anderem der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sicherte den betroffenen Bürgern die Solidarität des gesamten Landes zu. „In der Stunde der Not sind wir ein starkes, solidarisches Land. Wir stehen zusammen“, sagte Steinmeier am 1. September am Nürburgring im Landkreis Ahrweiler bei einem bewegenden Staatsakt des Landes Rheinland-Pfalz zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe. Daran nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Bistums Trier teil.

Zu dem Staatsakt hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Angehörigen der Toten und Vermissten sowie Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte und die Bürgermeister der mehr als 250 betroffenen Gemeinden eingeladen. Etwa 1000 Menschen waren in die „Ring-Arena“ gekommen. Der Nürburgring war nach der Flutkatastrophe zur Helferstadt umfunktioniert worden.

Dreyer sagte in ihrer Rede beim Staatsakt: „Mit uns trauert ganz Deutschland.“ Die Ministerpräsidentin sprach von einer Katastrophe nationalen Ausmaßes. Es sei „unbegreiflich“, was für immer verloren sei. In Rheinland-Pfalz hätten 134 Bürger durch die reißenden Wassermassen ihr Leben verloren. 766 Menschen seien verletzt worden, noch heute würden drei Personen vermisst. Und Dreyer fügte hinzu: „Drei Menschen haben sich im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal das Leben genommen.“

„Wir werden Sie nicht vergessen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte zum zweiten Mal das von der Flutkatastrophe massiv betroffene Ahrtal in Rheinland-Pfalz und zeigte sich erneut entsetzt über die Schäden. Bei einer Pressekonferenz in der Gemeinde Grafschaft versprach die scheidende Kanzlerin am 3. September den von der Flut betroffenen Menschen: „Wir werden Sie nicht vergessen. Das wird auch eine neue Bundesregierung kontinuierlich übernehmen.“

Es werde viele Monate und teilweise sogar Jahre brauchen, „um diese unfassbaren Schäden wiedergutzumachen“, sagte Merkel. „Wir brauchen einen ganz, ganz langen Atem“, betonte die Bundeskanzlerin knapp sieben Wochen nach ihrem ersten Besuch im Katastrophengebiet.

Vor der Pressekonferenz hatte sich Merkel gemeinsam mit Ministerpräsidentin Dreyer in Altenburg – einem Ortsteil der Gemeinde Altenahr im Landkreis Ahrweiler – ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. In Altenburg wurden laut Dreyer durch die Flut „95 Prozent des Ortes zerstört, Häuser und Schulen, alles“. Dreyer: „Dort fängt alles von vorne wieder an.“

Nach sieben Wochen Wiederaufbau sei zwar schon viel geschafft, sagte Merkel. Aber es sei auch klar, „was noch vor allen liegt“. Es sei aber beeindruckend, „was man an Engagement und Zuversicht trotz allen Schmerzes erlebt, an Anpacken und an Willen, voranzukommen“. Sie verwies darauf, dass die Bundesregierung zusammen mit der Ländergemeinschaft einen Aufbaufonds von 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht habe.

Modellregion für Anpassung an Klimafolgen

Dreyer unterstrich: „Wir wollen den Menschen ihre Heimat zurückgeben. Eine Heimat, die zur Modellregion für Klimaschutz, innovativen Hochwasser- und Stark-regenschutz, Klimafolgenanpassung, Digitalisierung sowie zügigen und modernen Infrastrukturausbau werden kann.“ Dreyer geht nach eigenen Worten davon aus, dass „die Mehrheit“ der Menschen im Ahrtal dort auch in Zukunft siedeln können wird, auch wenn nun das „Überschwemmungsgebiet“ nach der Katastrophe neu berechnet werden müsse.



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