Ob scheinbar wirres Zeug, ob erotische Szenen oder Albträume: Das nächtliche Kino im Kopf hat eine wichtige Funktion. Das Gehirn sortiert die Eindrücke vom Tag und räumt auf. In der christlichen und der jüdischen Religion gelten Träume meist als Offenbarung Gottes. Tagträume hingegen sind oft negativ behaftet. So fragen sich manche Gläubige, ob das ziellose Gedanken-fließen-lassen, das mitunter wie Faulenzen wirkt, nicht Sünde sei. Ganz anders betrachtet die Wissenschaft das Tagträumen. Spontane Assoziationen und phantasierte Bilder sind laut Forschern eine Art Kreativitäts-Werkstatt. Mittlerweile würdigen auch moderne Theologen den Tagtraum – als spirituelle Quelle, um sich selbst zu finden und Gott näher zu kommen. Die Sendung ist Teil der Reihe: „Besondere Zeiten“: zwischen Melancholie und Neubeginn.
Zu hören ist der Beitrag von Jens Rosbach in der „FeatureZeit“ am 12. April um 9.05 Uhr auf SR Kultur.
Radio-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 14/2025.