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Priesterweihe am Samstag im Dom

Foto: Zeljko Jakobovac
Thomas Hufschmidt, Frederik Simon und Florian Dienhart (von links) werden zu Priestern geweiht.

Priesterweihe am Samstag im Dom

Von: Michael Becker | 3. Juli 2017
Nachdem im vergangenen Jahr – nur, wie viele sagten – ein Kandidat im Trierer Dom zum Priester geweiht wurde und ein weiterer für unser Bistum in Rom, sind es in diesem Jahr drei Diakone, denen Bischof Dr. Stephan Ackermann am 8. Juli um 9.30 Uhr im Dom die Priesterweihe spenden wird.

Die drei haben sich als Schriftwort für ihre Priesterweihe einen Abschnitt aus dem Epheser-Brief des Apostels Paulus ausgewählt: „Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen.“ (Eph 4, 15 in der neuen Bibelübersetzung).

Gerade in den Zeiten des kirchlichen Umbruchs, in die wir heutedeutlich hineingestellt sind, ist und bleibt der priesterliche Dienst unverzichtbar. Doch was kennzeichnet diesen Dienst im Besonderen? Und was wird ihn auf Zukunft hin kennzeichnen? Diese Frage stellt sich vielen nach der Synode und den mit ihr verbundenen Veränderungen, die nun anstehen werden, umso mehr.

Der Priester möchte Zeuge der Wahrheit sein

Das Zitat bringt es für mich in ganz wenigen und kurzen Worten zum Ausdruck: Der Priester möchte Zeuge der Wahrheit sein, jener Wahrheit also, die niemand anderes ist als der, für den der Priester stellvertretend steht: Jesus Christus. Er ist ja der, der von sich selbst gesagt hat, er sei die Wahrheit (vgl. Joh 14, 6).

Unsere drei Weihekandidaten wollen daher mit ihrem ganzen Leben, also existenziell, Zeugnis geben von ihm, dem „treuen Zeugen“ (Offb. 1, 5) des Vaters im Himmel, der seinen Sohn in unsere Welt gesandt hat. Gott, der selbst die Liebe ist, teilt sich uns Menschen auf die für uns dichteste Möglichkeit mit, indem er seinen Sohn selbst Mensch werden lässt, der inkarnierte Logos, wie die Theologen sagen, ist also die fleischgewordene Wahrheit Gottes in Person ...

Bin ich nur von einem Termin zum nächsten unterwegs?

Im Kontext der Umsetzung der Synodenbeschlüsse kommt bei vielen, nicht nur älteren, Mitbrüdern zudem die Frage auf: Wofür bin ich einst angetreten, um Priester zu werden, und wer bin ich jetzt in diesem ganzen Geschehen beziehungsweise wer werde ich sein? Bin ich nur (noch) von einem Termin zum nächsten unterwegs, arbeite Verwaltungsvorgänge ab oder erlebe ich mich – zumindest phasenweise – auch (noch) als jemand, der für Einzelne oder Gruppen zum geistlichen Wegbegleiter wird?

Für mich geht es hier um eine Überlebensfrage – nicht nur für die berufliche Zukunft und auch die Gesundheit der Betroffenen, sondern auch für uns als Kirche hierzulande. Seit der Begegnung des Philippus mit dem äthiopischen Kämmerer oder der Begleitung des Paulus in Damaskus durch Hananias wächst Kirche vor allem da, wo Menschen in ihrem Suchen und Fragen verlässliche Ansprechpartner finden und erleben dürfen. Ich wage zu behaupten, dass die allermeisten der heute in unserem Bistum hauptoder auch ehrenamtlich Engagierten wohl kaum diese Aufgabe übernommen hätten, wenn sie so eine Begleitung nicht selbst in ihrer Biografie erlebt hätten ... Den kompletten Artikel gibt es im "Paulinus" vom 9. Juli.

Einsatzorte:
Florian Dienhart: Nach der Priesterweihe als Kaplan eingesetzt in der Pfarreiengemeinschaft Saarburg.
Thomas Hufschmidt: Nach der Priesterweihe als Kaplan eingesetzt in der Pfarreiengemeinschaft Sinzig.
Frederik Simon: Nach der Priesterweihe als Kaplan eingesetzt in der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück.

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