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Die Synode tagt

Foto: Zeljko Jakobovac
Eine Gruppe der Synode spricht über die Themen der Zeit, die das Synodensekretariat vorgestellt hat.

Die Synode tagt

Von: Bruno Sonnen | 13. Dezember 2013
Der Startschuss ist gefallen, die erste Vollversammlung hat begonnen, die Synode läuft: Bischof Dr. Stephan Ackermann hat heute Abend die Synode im Bistum Trier offiziell konstituiert. Sie soll sich über zwei Jahre bis 2015 erstrecken.

In den letzten Wochen sei er von Journalisten immer wieder gefragt worden, wie denn etwa Beschlüsse der Synode aussehen könnten. Diese Frage könne er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten, weil er der Synode ja nicht vorgreifen wolle, sagte der Bischof in seiner Eröffnunsgansprache. „Ich kann und will die Beratungen der Synode nicht vorwegnehmen“, betonte er. Auch wenn er die Synode einberufen habe, so sei sie nicht mein „Organ“. Er sei vielmehr überzeugt, dass die Synode in den kommenden beiden Jahren ein eigenes „Subjekt in unserem Bistum“ sein werde. „Das werden wir alle zu respektieren haben: der Bischof, seine Behörde, die diözesanen Gremien, die verschiedenen Arbeitsbereiche und schließlich die Synode selbst, wenn sie ihrer Aufgabe gerecht werden will.

Es gebe daher auch kein „minuziös ausgearbeitetes Konzept“ der „Synode im Bistum Trier“, gerade weil die Synode und die Synodalen in eine gemeinsame Suchbewegung hineinfinden müssten. „Sicherlich braucht diese Suche auch Struktur und Methode und wir haben Vorschläge dazu, aber den Weg müssen wir gemeinsam gehen“. Wichtig sei, sich in eine gemeinsame Suchbewegung hinein zu begeben, auf die Zeichen der Zeit zu schauen und dabei offen zu sein für den Geist Gottes.

Dann wird uns der Herr die richtigen Wege zeigen

In diesem Sinne sei die Synode auch als geistlicher Prozess zu verstehen und könne nur gelingen, wenn sie als solcher angelegt werde. Die Synode solle nicht nur eine Ansammlung von Individuen sein, die ihre jeweiligen Partikularinteressen vertrete, sondern eine „wirkliche Versammlung, ein Subjekt, dass gemeinsam Verantwortung für das Bistum Trier trägt“. Wenn die Synode durch das Hören auf Gottes Wort, durch das bereitwillige Hören aufeinander, durch das Hören auf die „Zeichen der Zeit“ und aus dem persönlichen sowie dem gemeinsamen Gebet heraus berate, „dann wird uns der Herr die richtigen Wege zeigen“, sagte der Bischof.

"Er wird uns auf unserem Weg nicht allein lassen. Er wird uns erst recht nicht böswillig in die Irre oder in die Sackgasse führt. Er wird uns helfen. Er wird wirken in uns. Denn wir sind es, die der Herr in dieser Zeit als Volk Gottes im Bistum Trier auf den Weg geschickt hat. Pathetisch gesagt: Wir schreiben Geschichte, so oder so. Das müssen wir ernst nehmen. Darin liegt unsere Würde, aber auch unsere Verantwortung.“

Der Bischof dankte in seiner Ansprache zur Eröffnung der Synode besonders der Vorbereitungskommission für die intensive, ein Jahr dauernde Vorbereitung, sowie den Synodensekretären Christian Heckmann und Elisabeth Beiling „für ihren großartigen Einsatz“. Sie seine „viele Kilometer durch das Bistum gefahren“ und „wirklich gewinnende Botschafter für das Projekt Synode“.

Die erste Synode mit einem derart hohen Frauenanteil

Die Synode, das sind 279 Synodale um Bischof Ackermann; 170 Männer und 109 Frauen. Unter den Männern sind 109 Priester und sieben Diakone. Der Vallendarer Kirchengeschichtler Prof. Dr. Joachim Schmiedl habe ihn drauf hingewiesen, dass die Trierer Synode die erste Synode in der Geschichte sei mit einem derart hohen Frauenanteil“, sagte Bischof Ackermann.

Er begrüßte in der Versammlung eigens auch den jüngsten Synodalen, den 18-jährigen Christopher Bündgen vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, sowie den ältesten Synodalen, Regionaldekan i.R. Günther Becker, Bad Kreuznach. Auch Beobachter und Gäste aus der Weltkirche sowie von anderen Religionsgemeinschaften hieß der Bischof willkommen.


Der Bischof eröffnet die Synode
Der erste Tag der Synode in 23 Sekunden


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