Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

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Für das Leben der Welt

Foto: Zeljko Jakobovac
Regens Michael Becker, Peter Zillgen, Johannes Kerwer, Spiritual Ulrich Laux, Subregens Oliver Laufer-Schmitt (von links).

Für das Leben der Welt

Von: Michael Becker
Das Leitwort, das sich unsere beiden Weihekandidaten zu ihrer Priesterweihe ausgewählt haben, stammt aus der sogenannten Brot-Rede des Johannes-Evangeliums (Joh 6, 51). Jesus sagt dort in der Synagoge von Kafarnaum: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.“

Bei meinen Recherchen zu diesem Motto über dem zukünftigen Weg unserer beiden Neupriester habe ich festgestellt, dass diese Überschrift schon für andere Großveranstaltungen in Deutschland gewählt wurde.

Der Dienst als Priester

Versuchen wir, ein wenig näher zu ergründen, was die beiden uns damit über ihren zukünftigen Dienst als Priester sagen möchten.Dazu will ich zuerst einmal eine (vielleicht bekannte) Geschichte aus dem Orient erzählen, die sich meiner Meinung nach gut dazu eignet, die Sinnlosigkeit, ja die Gefahr eines allzu rationalistischen Denkens drastisch zu verdeutlichen.Sie erzählt von einem Menschen, der sich in der Wüste verirrt hat. Er wird verdursten, wenn keine Hilfe kommt. Da sieht er auf einmal vor sich Palmen, ja, er hört sogar Wasser sprudeln.

Aber er denkt: „Das ist nur eine Fata Morgana, meine Phantasie spiegelt mir nur etwas vor. In Wirklichkeit ist da gar nichts!“ – Ohne Hoffnung, halb wahnsinnig, lässt er sich zu Boden fallen. Kurze Zeit später finden ihn zwei Beduinen – tot. „Kannst du so etwas verstehen?“ sagt der eine zum anderen, „so nahe am Wasser, und die Datteln wachsen ihm fast in den Mund! Wie ist das nur möglich?“ Da erwidert der andere: „Er war ein moderner Mensch!“

Leben in einer aufgeklärten Zeit

Ja, wir leben in einer aufgeklärten Zeit. Und darauf dürfen wir auch mit Recht hier in unseren europäischen Breiten stolz sein – vor allem auch im Blick auf Gegenden unserer Welt, die noch „hinter dem Mond“ zu leben scheinen. Und in der Tat: Wir wissen heute extrem viel mehr als noch unsere Eltern oder Großeltern. Im Zeitalter von Internet, Handy, Tablet und PC, durch die Vernetzung mittels sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter, Whatsapp und anderen gehen Informationen im Nu von einem Nutzer zum anderen über, wird Kommunikation im Sekundentakt betrieben.

Dass bei Knopfdruck ein Radio ertönt, wird wohl keinem mehr ein Staunen abverlangen … Wir scheinen heute alles erklären zu können – von daher sind wir „moderne“ Menschen, so wie jener in unserer Geschichte. Allerdings war dieser am Ende gefangen in seinen naturwissenschaftlichen Kenntnissen, ja sein Wissen wurde ihm zum Verhängnis, mehr noch: Es führte zum Tode!

Vielleicht haben wir es heute verlernt, uns überraschen zu lassen; und wir können kaum mehr den Mund zum Staunen öffnen. Den brauchen wir ja auch eigentlich gar nicht mehr zur Kommunikation – das geht heute ja alles mit den Fingern zum „Eintippen“ unserer Botschaften in die modernen Kommunikationsmittel.Dabei hätte der „moderne Mensch“ unserer Geschichte doch nur mit seinen Fingern zugreifen müssen …!

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe des "Paulinus" oder im "Paulinus"-ePaper weiterlesen. Ein kostenloses und unverbindliches dreiwöchiges Probeabo gibt es per E-Mail an redaktion@paulinus.de.

  • Info
    Die Weiheliturgie am 11. Juli beginnt um neun Uhr im Trierer Dom. Das Sakrament der Priesterweihe wird Bischof Dr. Stephan Ackermann spenden.



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"Paulinus"-Leserreisen 2016

Mit dem „Paulinus“ nach Apulien: die Reise führt vom 13. bis 20. Oktober mit unserem Partner Lloyd-Touristik nach Apulien.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Nach vier Vollversammlungen haben die Mitglieder der Synode am Ende ihrer Vollversammlung vom 3. bis 5. September in Saarbrücken beschlossen, noch eine weitere Vollversammlung durchzuführen, und zwar im Frühjahr 2016.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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