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Hoffen auf göttlichen Beistand

Foto: Imago Sport
Gott sei Dank: Mario Götze (links) und Bayern-Kollege David Alaba

Hoffen auf göttlichen Beistand

Von: Tobias Wilhelm | 3. Juli 2014
Extreme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit – unsere Nationalelf wird bei der Fußball-WM in Brasilien nicht nur den sportlichen Gegnern trotzen müssen, sondern auch dem ungewohnten Klima. Dass im Gastgeberland die Religion eine große Rolle spielt, dürfte die Eingewöhnung nicht erschweren: Viele deutsche Spieler sind gläubig oder engagieren sich für kirchliche Projekte.

Torwart Manuel Neuer, dem "Bild" in Anlehnung an Diego Maradona den Ehrentitel "Wand Gottes" verpasst hat, besuchte in Buer den Kindergarten der Pfarrei St. Urbanus und bedauert, dass er als Profi nicht mehr regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst gehen kann. Mit seiner Stiftung unterstützt er ein Projekt der katholischen Stadtkirche Gelsenkirchen gegen Kinderarmut sowie einen Jugendtreff des Amigonianer-Ordens. Sein großer Bruder Marcel studiert katholische Theologie. Auch Ersatzkeeper Roman Weidenfeller, der im Westerwald aufwuchs, ist katholisch und nach eigenen Worten "behütet aufgewachsen". Er engagiert sich als "Schutzengel" für "roterkeil.net" – ein Netzwerk gegen Kinderprostitution, das der katholische Priester Jochen Reidegeld gegründet hat – mittlerweile stellvertretender Generalvikar im Bistum Münster.

In der Abwehr erwartet die Gegner eine Dreierkette mit Gottvertrauen: Für den Protestanten Philipp Lahm, der für den Ökumenischen Kirchentag in München warb und nach der WM 2010 katholisch geheiratet hat, sorgt der Glaube an Gott als "sinngebende Vorstellung" für Halt und Orientierung. Er vermittle die Botschaft, "dass nach dem Leben nicht alles vorbei ist", erklärt Lahm, der mit seiner Stiftung unter anderem in Südafrika das Lutherische Gemeindezentrum "Themba Labantu" unterstützt. Bei einem Fragebogen, in dem es um die "wichtigste Person der Zeitgeschichte" ging, gab er "Jesus" zur Antwort

Ein evangelischer "Verteidiger des Glaubens" ist auch England-Legionär Per Mertesacker. Der gebürtige Hannoveraner engagierte sich 2005 beim Kirchentag in seiner Heimatstadt und setzt sich als Botschafter für das evangelische Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven ein

"Christus hat uns gelehrt, für andere da zu sein. Das ist für mich auf dem Platz ebenso wichtig wie nach dem Schlusspfiff", erklärt er. Der Glaube von Jerome Boateng geht buchstäblich unter die Haut: Der überzeugte Christ hat sich gleich drei religiöse Motive tätowieren lassen: die Jungfrau Maria, ein Kreuz mit betenden Händen sowie auf Englisch den Satz: "Nur Gott kann über mich richten!"

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Printausgabe der "Paulinus"-Ausgabe 23 vom 8. Juni und im (Probe-)E-Paper und im (Probe-)Abo der Ausgabe.

  • Buch-Tipps
    Mit der Beziehung von Fußball und Glaube befassen sich auch die "Fußball-Bibel" von David Kadel, Gerth-Medien, Asslar 2014, 554 Seiten, 9,99 Euro, sowie das Jugendgebetbuch "Mit Gott kannst Du punkten" von Klaus Vellguth, Butzon & Bercker, Kevelaer 2014,58 Seiten, 9,95 Euro.

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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreisen 2019

Frühlingsreise auf den Spuren des Apostels Paulus nach Malta vom 6.–13. April, Herbstreise an die sonnige Costa Brava vom 6.–12. Oktober.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.



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  • Fahrradwerkstatt für ein buntes Miteinander
    Die "Fahrradwerkstatt mit Verkehrssicherheitstraining" des Caritas-Mehrgenerationenhauses "Gelbe Villa" Kirchen ist vom Bundesfamilienministerium in der Integrationsarbeit ausgezeichnet worden.
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    Zu den aktuellen US-Kinohits gehört der christlich grundierte Film „I Can Only Imagine“ rund um den gleichnamigen Song der Band „MercyMe“ und deren Frontmann Bart Millard (Besprechung im Paulinus).
  • Los Masis aus Bolivien zu Gast
    Los Masis feiern ihr 50-jähriges Jubiläum mit einer Tournee (Video: in Hetzerath) im Bistum Trier. Hier ein kleiner Vorgeschmack (Bericht im Paulinus folgt, Video: Sarah Schött).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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